Sieg beim Jugend-forscht Landesfinale

Nach seinem Sieg beim "Jugend forscht"-Regionalwettbewerb in Duisburg sicherte sich Leo Blume, Abiturient aus Essen-Werden, nun auch den Sieg beim NRW-Landesfinale. Seine Forschungsarbeit mit dem Titel "Sorting the colors" überzeugte die Jury auf ganzer Linie und sicherte Leo das Ticket zum Bundesfinale von "Jugend forscht". Von den 30.000 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern, die im Herbst 2023 ihre Projekte einreichten, treffen sich nun Ende Mai die besten 100 in Heilbronn, um die Bundessieger in den verschiedenen Kategorien zu ermitteln. Michael Albrecht, Leos betreuender Lehrer, wurde darüber hinaus mit dem "Sonderpreis für besonders engagierte Projektbetreuer" der Jugend forscht-Stiftung ausgezeichnet.

Seit nunmehr 7 Jahren arbeitet und forscht der 16jährige Leo Blume am Gymnasium Essen-Werden an verschiedensten Problemstellungen der Informatik und Mathematik. Von den mathematischen Grundlagen des Origami über die Konstruktion von Robotern, die Analyse effizienter Schachalgorithmen und die Programmierung computerlinguistischer Systeme hin zur Entwicklung einer eigenen künstlicher Intelligenz. Leo überraschte Jahr um Jahr durch seinen Forschungsdrang, gepaart mit Kreativität, Durchhaltewillen und umfangreichem Fachwissen. Etliche Auszeichnungen in verschiedensten Wettbewerben, unter anderem mehrere "Jugend forscht"-Regional- und Landessiege bezeugen dabei die sehr hohe Qualität der Arbeiten.

In seinem letzten Schuljahr nahm der Werdener Abiturient nun eine neue Fragestellung in Angriff: "Wie lassen sich die Bücher in einem Bücherregal nach Farben sortieren?" Gesagt, getan, Problem gelöst? Nicht für Leo Blume. Denn ob es sich wirklich um die beste Sortierung handelt, ist nicht so einfach zu beantworten. "Hinter dieser eigentlichen harmlosen Frage verbirgt sich eines der schwersten Probleme der Informatik. Verfahren zur Farbsortierung lassen sich beispielsweise auch einsetzen, um die optimalen Warenströme globaler Logistikkonzerne zu planen", so Michael Albrecht, Lehrer für Informatik und Chemie am Gymnasium Werden und Leos langjähriger Projektbetreuer.

Der Forschergeist war also geweckt und so betrieb Leo in den letzten Monaten umfassende Literaturrecherche, führte mathematische Beweise, korrespondierte mit Fachwissenschaftlern und entwickelte ein marktreifes Simulationsprogramm. Nach dem Regionalsieg nun also der Landessieg und Leo wird die Werdener Farben auch beim Bundesfinale würdig verteten.

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