Auf den Spuren der alten Römer

Manche halten Geschichte für ein trockenes, verstaubtes Fach. Nicht so am Werdener Gymnasium, denn vergangene Woche erlebten Schüler der Jahrgangsstufe 5 Geschichte hautnah. Alle 140 Schülerinnen und Schüler der Klassen 5a bis 5e machten sich auf den Weg nach Colonia Ulpia Traiana – oder wie wir heute sagen: Xanten. Die römischen Legionäre hätten wahrscheinlich nicht schlecht gestaunt, wenn sie den Einmarsch der „Werdener Germanen“ erlebt hätten.

Zunächst ging es für die Werdener Gymnasiasten in das Römermuseum, einer einmaligen Kombination aus archäologischem Schutzbau und moderner Museumsarchitektur. Das Museum wurde auf den Grundmauern des ehemaligen römischen Stadtbades errichtet. Bei der Führung kam jeder auf seine Kosten. Die einen durften Gladiatorenhelme aufsetzen, römische Uniformen anziehen und echte Schwerter bestaunen. Die anderen informierten sich über den aktuellen Stand der Ausgrabungen, die wirtschaftlichen Zusammenhänge der Stadt – und römische Thermen. Sie lernten dabei, dass die Römer bereits vor 2000 Jahren eine Fußbodenheizung besaßen. Nach Abschluss der Führung wurden im Museumsshop noch Andenken erworben. Besonders beliebt bei den männlichen Werdener Germanen war hierbei das hölzerne „gladius“, welches reißenden Absatz fand.

Nach der Museumsführung stand eine Rallye auf dem Plan. Lehrerin Inga Buchholz schickte die  Fünftklässler in Kleingruppen quer über das Gelände, um auf Erkundung zu gehen. So erfuhren sie u.a., dass die Kühlschränke der Römer im Boden ergrabene Amphoren waren. Besonders beeindruckt waren einige Schüler aber von dem antiken Kran der Römer, der je nach Ausführung zwischen 3-15 Tonnen bewegen konnte. Doch es gab auch „handfeste“ Geschichte. So stellten sich die Gruppen im römischen Spielhaus den Tücken zweitausend Jahre alter Spiele, wie dem mit Namen Delta. Hier musste man durch geschickte Würfe einen Spielstein möglichst gewinnbringend auf einer Pyramide platzieren. Anschließend traten alle erschöpft, aber zufrieden die Heimreise nach Werden an. Sie konnten jedoch Bus fahren und mussten nicht, wie die Germanen früher, zu Fuß marschieren.

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